Mit dem Projekt „HerzNotfallhilfe Weilheim-Schongau“ setzt die Gesundheitsregionplus Weilheim-Schongau ein starkes Zeichen für die Verbesserung der Notfallversorgung im ländlichen Raum. Ziel ist es, in den beteiligten Kommunen des Landkreises öffentlich zugängliche Defibrillatoren (AEDs) an strategisch ausgewählten Standorten zu installieren. Die Geräte ermöglichen im Falle eines plötzlichen Herzstillstands eine schnelle Erste Hilfe noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes. Durch eine zentrale Bedarfsermittlung, die gemeinsame Beschaffung der AEDs und die Erfassung aller Standorte in einer zentralen Datenbank werden bestehende Versorgungslücken gezielt geschlossen.
Besonders in ländlich geprägten Gebieten können längere Anfahrtszeiten des Rettungsdienstes dazu führen, dass bei einem Herznotfall wertvolle Minuten verloren gehen. Gleichzeitig zählt der plötzliche Herztod zu den häufigsten Todesursachen, wobei die Überlebenschancen deutlich steigen, wenn frühzeitig mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird. AEDs sind speziell für die Anwendung durch Laien konzipiert und führen Nutzerinnen und Nutzer mit klaren Sprachanweisungen sicher durch den Reanimationsprozess. Neben der technischen Ausstattung setzt das Projekt auf umfassende Öffentlichkeitsarbeit und Schulungsangebote. Diese sollen Hemmschwellen abbauen und die Bevölkerung für lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahmen sensibilisieren. So stärkt das Projekt nicht nur die medizinische Daseinsvorsorge, sondern auch das Sicherheitsgefühl und die Lebensqualität der Menschen im Landkreis Weilheim-Schongau.
Mit LEADER gefördert wird die Beschaffung von ca 45 AEDs inklusive wetterfesten Außenkästen, gezielte Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der Bevölkerung zu diesem Thema und Schulungen für die Partner-Gemeinden und -Vereine.
